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Raiffeisenbank, Meiringen, 2008

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Die Raiffeisenbank Meiringen steht nahe beim Bahnhof an der Hauptstrasse nach Brienz. Nach der Sanierung des Hauses von 1927 und der Errichtung eines rückwärtigen Anbaus bleibt die Baulücke zum benachbarten alten Tramdepot offen. Für den hier geplanten Autoparkplatz und Velounterstand gibt die Bauherrschaft eine Gestaltung mit volumetrischer Qualität und öffentlichem Charakter in Auftrag. An der Strasse wird ein kleiner Mergelplatz präzise angelegt. An seiner Rückseite ragt eine Stampfbetonmauer empor, deren Schichtung an ein geologisches Fundstück erinnert. Die Mauerkrone liegt mit 1.84 bis 1.88 Meter bewusst knapp über dem Augenhorizont. Die dahinter parkierten Autos werden ausgeblendet, der Blick nach oben bleibt ungestört. Zwischen dem Horizont, der Schichtung des Betons und der Bergkulisse entfaltet sich ein Dialog. Auf dem Mergelplatz wird ein Wäldchen aus hochstämmig gezogenen Vogelbeerbäumen gesetzt. Die lokal verbreiteten Bäume mischen sich mit ihrem ungewohnt anmutigen Wuchs und den zu einem Dach verwachsenen Kronen ins Gespräch der Horizonte. Eine breite Ligusterhecke grenzt winkelförmig den Parkplatz vom Bankgebäude und vom dahinter liegenden Kinderspielplatz ab. Sie wird von der Rückwand des Velounterstandes unterbrochen. Ein Ornament aus in die Schalung eingelegten Blättern zeichnet die Hecke auf der Betonwand nach.     

Bauherr, Auftraggeber:
Raiffeisenbank, Meiringen

Architekt:
Bysäth + Linke, Meiringen

Texte:
Christoph Schläppi

Photograph:
Milo Keller

Projekt von 4d Landschaftsarchitekten