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Grüneckweg, Bern 2010

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Das zweigeschossige Wohnhaus mit Türmchen und Mansartdach wurde in den 1890er Jahren von der Baugenossenschaft gebaut. Im Charakter von Haus und Parzelle vereinen sich bescheidene Ressourcen mit bürgerlichem Anspruch.

Einer Instandstellung des Hauses folgt die Erneuerung des Gartens. Gewünscht sind u. a. Sitzplatz und Rasenfläche. Der Entwurf setzt an der Grundstücksgrenze an, deren Staketenzaun von Flieder- und Felsenbirnensträuchern gesäumt wird. Dieser Peripherie entlang wird eine Buchenhecke angelegt, die sich abschnittsweise halbkreisförmig um die besonders schönen Sträucher herum legt. Wie ein Arrangement von Blumensträussen ragen diese nun aus dem Grünkörper, der wie ein Polster die Liegenschaft umgibt.

Mit den vorhandenen Gneisplatten aus den 1950er Jahren wird am Hauseingang eine befestigte Fläche mit Carport und Unterstand angelegt. Das Haus wird in Blumenrabatten gebettet, ringsum eingefasst von einem Kiesweg. Auf der Rasenfläche soll ein frisch gepflanzter Kirschbaum zum stattlichen Hausbaum heranwachsen. Zwischen den Seerosen eines Wasserbassins spiegelt sich der Himmel. An der Grenze zur Nachbarparzelle treten ein Gemüsebeet und eine wiederverwendete Sitzbank vom Bundeshaus als ungleiches Paar auf. Ein Robotermäher dreht auf dem Rasen schnurrend seine Runden.

Bauherr, Auftraggeber:
privat

Texte:
Christoph Schläppi, Bern

Photograph:
José Hevia, Barcelona